Welpentagebuch H`s


Ultraschallbild H-Wurf 25. Tag

4. Woche (14.01. bis 20.01.)
Wallnussgroß sind die Embryonen am Ende der 4. Woche! Das Herz schlägt bereits, die Augen werden gebildet und im Rückenmark entwickeln sich die Nervenstränge. Auch die übrigen Organe werden jetzt angelegt. Die Embryonen sind nun mit dem mütterlichen Blutkreislauf verbunden und beeinflussen nun Stoffwechsel und Hormonhaushalt.
Lilly ist so schlank und aktiv wie immer, noch völlig unbeschwert genießt sie es in vollem Gallop mit den anderen Mädels über die Wiesen zu toben.
Am Mittwoch waren wir beim Tierarzt zur Ultraschall-Untersuchung und jetzt ist es amtlich, Lilly ist wirklich trächtig auch wenn wir das schon vorher geahnt haben. Wir durften schon einmal einen Blick in die Kinderstube der kleinen H´s werfen, wie viele es am Ende werden, wissen wir nicht ganz genau aber es schein ein schöner Wurf zu werden. Zwischen sechs und acht Embryonen haben wir auf dem Ultraschall gesehen, gut zu erkennen der kräftige Herzschlag. Wenn man genau hinsieht, kann man auf dem Bild an der Seite eine Größenskala sehen, gerade mal zwei Zentimeter sind die Kleinen derzeit groß.
Für mich gehört die Ultraschall-Untersuchung zur Geburtsvorbereitung dazu. Natürlich ist es schön, schon mal ein wenig zu „spicken“, aber vor allem geht es mir darum herauszufinden ob es eine einfrüchtige Schwangerschaft ist. Wegen der besonders guten Versorgung bei nur einem oder zweier Welpen, werden diese oft sehr groß, so daß mit Komplikationen bei der Geburt zu rechnen ist, dieses Problem werden wir wohl nicht bekommen.


Im Mai 2014: Mama Lilli (12 Wochen alt) Papa Joshi (9 Jahre)
die beiden hatten schon immer eine enge Bindung zueinander

3. Woche (07.01. bis 13.01.19)
Wenn alles nach Plan läuft, werden sich in dieser Woche die Keimbläschen (Blastocyten) in der Gebärmutter einnisten und sind somit erstmals direkt mit dem mütterlichen Blutkreislauf verbunden. Das führt bei vielen Hündinnen in der dritten und vierten Schwangerschaftswoche zu Übelkeit und Futtermäkeligkeit denn jetzt stellt sich der mütterliche Stoffwechsel um. Die Embryonen liegen einzeln in ihren Fruchtkammern, aufgereiht wie Perlen auf einer Kette in den beiden Hörnern der Gebärmutter. Die Fruchtkörper sind zu diesem Zeitpunkt ca. 3,8 bis 4,2mm groß.
Lilly wird mit jedem Tag anhänglicher und verschmuster. Bis jetzt zeigt Lilly noch keine Anzeichen von Übelkeit und wenn sie sich mit Heißhunger über ihr Fressen hermacht, erinnert mich das an die Blaue Elise (der rosarote Panther) die mit unglaublicher Geschwindigkeit die Ameisen einsaugt.
Noch sind die Embryonen winzig klein und Lilly ganz schlank. Reichlich Auslauf und Bewegung stehen für die werdende Mutter auf dem Programm. Nun ja, was soll ich sagen, Lilli hält das, bei dem derzeitigen Schmuddelwetter, wirklich für eine Zumutung, wir Zweibeiner hatten wohl den größeren Spaß.


2. Woche (31.12.18 bis 06.01.19)

2. Woche (31.12. bis 06.01.19)
in der zweiten Woche erreichen die Embryonen die Gebärmutter. Während die Zellteilung ständig weiter voranschreitet, wandelt sich die Morula zur Blastula. Noch gibt es keine Verbindung zum mütterlichen Kreislaufsystem, bis zum Ende der 2. Woche bleiben die Eizellen in der Gebärmutter frei beweglich.

Langsam kehrt wieder Ruhe ein im Rudel, die Mädels und unser abgeklärter Lines sind schon wieder zusammen. Giovanni und Dennis wandeln noch immer auf Freiersfüßen denn inzwischen hat Angelinas Läufigkeit ihren Höhepunkt erreicht und wer weiß, vielleicht schließt sich auch noch Camy an. Wir haben die Feiertage genutzt und sind, trotz des Schmuddelwetters, ausgiebig mit unseren Whippchen spazieren gegangen. Lilli bleibt am liebsten ganz nah bei uns wärend die kleinen Fanny versucht Lotte und Camy zum spielen zu motivieren. Angelina muss im Moment etwas aussetzen, während der Hochphase der Läufigkeit ist es zu riskant, sie frei laufen zu lassen. Aber in der Wohnung ist sie mit dabei, meist schnappt sich Fanny ein Spielzeug und rennt damit los, die anderen Mädels hinterher, es wird um die Wette gezogen, oft muss sich Fanny am Ende dann doch geschlagen geben und doch – darf sie es behalten – weil Lilli und die „großen“ Damen es ihr erlauben!

1. Woche (24.12. bis 30.12.18)
In der ersten Woche erfolgt die Befruchtung der Eizelle. Während seiner ca. 8 Tage dauernden Wanderung durch den Eileiter zur Gebärmutter herunter, entwickelt sich der Keimling durch ständige Zellteilung zur Morula, einem winzigen, maulbeerähnlichen Zellhaufen. Zu diesem Zeitpunkt ist er noch immer kaum größer als die unbefruchtete Eizelle, gerade mal ein Hundertachtzigtausendstel Millimeter!
Wir merken von all dem noch nichts. Angelina ist derzeit ebenfalls läufig und betört unseren alten Herrn Lines. Da vergeht die erste Trächtigkeitswoche von Lilly fast schon unbemerkt. Lillie scheint etwas „in sich gekehrt“, gerne liegt sie auf dem Sofa und schaut lieber zu, wenn die anderen Mädels, allen voran natürlich Fanny, durch das Haus sausen. Nach wie vor sind die Rüden sehr bemüht, aber Lilly macht mehr als deutlich, das sie nicht länger interessiert ist.

24.Dezember `18
Alles hat gut geklappt, Lillie hat ihre Sache wirklich toll gemacht, sie hat es sich heute schon mal auf dem Sofa gemütlich gemacht, während wir uns noch auf Heiligabend vorbereiten. Jetzt heißt es einfach abwarten und die Daumen drücken, die kleinen Samenzellen haben sich jedenfalls schon mal auf den Weg gemacht und werden dann wohl am 24. Dezember ihr Ziel erreichen. Die Befruchtung der reifen Eizelle erfolgt im Eileiter, danach teilt sie sich täglich mehrmals und ist in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen im mittleren Eileiterabschnitt zu finden. Und hier beginnt dann die weitere Wanderung in die Gebährmutterhörner.

23.Dezember `18 – Wir haben gedeckt
Kurz vor 19.00 Uhr geht es los, der Weihnachtsbesuch ist schon da, als wir uns zu dritt auf den Weg nach Dortmund machen. Es wird an dieser Stelle keine romantischen „Hochzeitsfotos“ geben – leider – auch wenn ich mir sicher bin, das Joshi unsere Lillie liebevoll umworben und bezaubert hätte und auch die „technischen Details“ einer Besamung spare ich mir. Nur so viel an dieser Stelle, Lillie hat ihre Sache ganz wunderbar gemacht, sie war sehr entspannt und gelassen. Als ich dann auch noch einen Blick durch das Mikroskop auf die vielen, ausgesprochen mobilen Spermien werfen darf, ist die Vorfreude riesengroß.

21.Dezember `18 – letzter Progesterontest
am Freitag ging es noch einmal nach Dortmund, ein letzter Progesterontest zur Überprüfung zeigt deutlich, alles ist auf dem richtigen Weg. Der Eisprung ist definitiv bereits gewesen. Besonders emotional wurde es, als dann am Abend, wie zur Einstimmung, mein Herzensfilm „Little Lord Fauntleroy“ (Joshi ist nach ihm benannt) im Fernsehen lief und wir mit Lillie jetzt auch noch am Vorabend zum Heiligabend zum Besamen nach Dortmund fahren werden.

20.Dezember `18 – Eisprung
Mit dem Eisprung zeigt Lillie auch in ihrem Verhalten deutliche Anzeichen von Deckbereitschaft. Sie präsentiert sich den anderen Whippchen und dreht dabei die Rute seitlich weg. Die Rüden sind derweil auf die andere Etage umgezogen um sie nicht unnötig zu stressen, dennoch herrscht im Haus Ausnahmezustand.
Der Eisprung selbst verläuft über einen Zeitpunkt von mehreren Stunden, die Eizellen sind jedoch noch nicht sofort Befruchtungsfähig. Hierzu müssen sie erst eine Reifeteilung durchlaufen, diese dauert zwischen 2 und 4 Tagen. Der optimale Zeitpunkt für die künstliche Besamung ist daher ca. 3 bis 4 Tage nach dem Eisprung.

1. Woche der Läufigkeit
Nachdem klar ist, das es diesmal eine künstliche Besamung werden wird, ist es besonders wichtig den perfekten Deckzeitpunkt zu ermitteln. Schließlich muß auch die Tierärztin, so kurz vor den Weihnachtsfeiertagen, Zeit haben. So starten wir schon am 13.Dezember zu einem ersten Progesteron-Test nach Dortmund, kontrollieren das Blutbild und überprüfen den Abstrich auf mögliche Bakterien. Alles ist bestens und auf Grund der Progesteron-Werte vermuten wir den Eisprung erst in einer knappen Woche. Bei unserem Kontrolltermin am 19.Dezember zeigt der Progesteronwert an, das der Eisprung unmittelbar bevorsteht.

06. Dezember 18 – Beginn der Läufigkeit:
Seit Wochen warte ich sehnsüchtig darauf, das Lillie läufig wird und ausgerechnet wärend unseres ein-wöchigen Urlaubs, ist es dann soweit. Kaum wieder zuhause, hätte ich die ersten Anzeichen beinahe übersehen aber auf unsere „Herren der Schöpfung“ ist zum Glück Verlass. Eifrig wird geschnüffelt und Lillie umgarnt, da braucht es die ersten Blutströpfchen eigentlich kaum noch – alles klar, Lillie ist läufig.
Mit Beginn der Läufigkeit haben wir noch einmal alle Hunde entwurmt. Mit Bewegung und bestem Futter halten wir Lilly fit und bereiten sie auf die bevorstehende Trächtigkeit vor.

Die Eltern
Papa Joshi

Mama Lillie

Mama Lillie kennt vielleicht der eine oder andere schon von meinem letzten Wurf (die G`s) im September 2017. Sie hat sich als großartige Mama erwiesen und ihre 6 kleinen Welpen liebevoll aber mit viel Gelassenheit aufgezogen. Unsere kleinen Schwedin, auch Prinzessin Lillifee genannt, ist eine fröhliche kleine Hündin. Sie liebt es zu kuscheln und geht Auseinandersetzungen lieber aus dem Weg. Als junge Hündin war sie sehr quirlig, inzwischen läßt sie die Dinge etwas ruhiger angehen. Menschen begegnet sie aufgeschlossen und freundlich, ist dabei aber immer sehr sanft.
Lillie ist eine feine, zierliche, elegante Hündin vom klassischen Typ. Sie ist sandfarben mit einer starken Stromung und einer schönen, kräftigen schwarzen Pigmentierung.
Unser Joschi (Lord Fauntleroy oGM) ist für mich die perfekte Ergänzung.
Er war die treueste und gleichzeitig treuloseste Seele überhaupt. Bin ich da, versucht er mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen, genauso unbekümmert und voller guter Laune zog er jedoch auch mit anderen los. Er liebte es zu schmusen, Regen und Kälte mochte er gar nicht, schlechte Laune kannte er nicht. Er liebte es, sich auf Ausstellungen zu zeigen, voller Vorfreude tobte er dann durch das ganze Haus.
Seine herausragenden Qualitäten hat er auf zahlreichen Ausstellungen bewiesen. Sein raumgreifendes, flüssiges Gangwerk zeigte er besonders im Freiland und seine Ausstrahlung war beeindruckend. Er vereint vorzügliche englische und amerikanisch/canadische Blutlinien in seinem Pedigree.
Es gäbe so viel von ihm zu erzählen, denn er war mein Seelenfreund. Leider mußte ich mich im Mai 2017 für immer von Ihm verabschieden, um so aufgeregter bin ich jetzt, wenn ich daran denke, das mit dem nächsten Wurf noch einmal seine Welpen unser Haus mit Leben füllen werden. So kommt es also, das Lillie für diesen besonderen Wurf diesmal auf künstlichem Wege besamt wurde.